Bloggeburtstag! Vorstellung von Tatjana Zanot

14324176_891568527643514_2670859562173962323_oHallo Tatjana! Wie schön, dass du hier bist! Ich freue mich sehr, dich hier während meines Bloggeburtstages begrüßen zu dürfen! 🙂
Bitte stelle dich doch einmal kurz vor!

Antwort: Hi, ich bin Tatjana Zanot und 23 ach stopp, ich hatte ja Geburtstag – 24 Jahre jung 😀 Ich lebe in der wunderschönen Stadt Hannover und schreibe nun schon seit mehr als zehn Jahren (krass!). Neben dem Verfassen von Geschichten gehe ich seit etwa einem Jahr wieder zur Schule und hole mein Abitur nach. Was danach kommt … Who knows 😀

Hast du ein Vorbild?

Antwort: Öhm, ein schriftstellerisches oder allgemeines?

Schriftstellerisch AUF JEDEN FALL Jodi Picoult. Ich liebe sie. Nein, ich vergötterte sie. Ihr Stil ist so wunderbar und gleichzeitig schafft sie es so leicht, einen zum nachdenken zu bringen. Ich bewundere sie dafür, dass sie oft gesellschaftskritische Themen als Ausgang für eine Geschichte wählt und sich dann so intensiv mit den Charakteren beschäftigt. Wer würde sich sonst für 24 Stunden in eine Todeszelle sperren lassen, um einigermaßen nachempfinden zu können, wie sich ein Charakter in einer Todeszelle fühlen muss?

Allgemein betrachtet … Josh Ramsay. Und auch Lea Michele. Ich bewundere Menschen, die aus ihrem größten Schmerz mit Hilfe ihrer Kunst etwas so Wunderbares erschaffen.

Hast du noch einen anderen Job neben dem schreiben und wann schreibst du? Gibt es feste Schreibtermine oder spontan, wie es gerade passt?19142931_1195452560578182_6805511085071576019_o

Antwort: Wie oben schon erwähnt, hole ich gerade mein Abitur nach. Nichts mit Abendschule, sondern von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr. Das ist anstrengender, als man jetzt vielleicht denkt. Es gibt Phasen, da kann man das ganz gut miteinander verbinden. Da geht man zur Schule, macht seine Hausaufgaben und schreibt danach noch ein bisschen. Dann gibt es aber auch Phasen, wo es eben nicht wirklich kombinierbar ist.

Am intensivsten schreibe ich derzeit also in den Ferien.

Wie bist du zum Schreiben gekommen und hast du bestimmte „Rituale“ beim schreiben?

Antwort:  Durch meinen Bruder. Und auch irgendwie durch meinen Vater.

Ich war nie eine Leseratte, mochte als Kind Bücher gar nicht. Die waren mir immer zu Friede-Freude-Eierkuchen. Mit 12 war ich mit meinem Bruder und meinem Vater ein Wochenende in Berlin und in einer Buchhandlung hab ich da das Buch „Der Streuner“ von A. N. Wilson gesehen. Erwachsenenliteratur, aber aus der Sicht eines Katers erzählt. Mein Vater sagte: „Wenn du es liest, kaufe ich es dir.“

Und das tat ich. Innerhalb von zwei Tagen las ich dieses Buch durch und liebte es. Ich begriff, das Bücher Tiefgang haben konnten, und „mehr“ sein konnten.

Mein Bruder hatte immer schon geschrieben. Und ab dem Moment, wo ich wusste, wie Bücher sein können, wollte ich so sein wie er. Ich wollte auch Geschichten schreiben. Tja, und hier sind wir nun 😀

Bestimmte Rituale habe ich nicht … Zumindest keine, die mir spontan einfallen würden.

51PvKQzEm4L._AC_US327_QL65_Kannst du uns erklären was du beim schreiben fühlst? Ob bei Traurigen, Lustigen oder Spannenden Szenen?

Antwort: Bei traurigen Szenen Traurigkeit. Bei spannenden Szenen Spannung. Bei lustigen Szenen lache ich auch oft. Eigentlich ganz einfach xD Ich meine, für mich ist es einfacher, eine Emotion im Buch rüber zu bringen, wenn ich sie selbst fühle. Ich habe mal einen Charakter sterben lassen und während ich die Szene schrieb echt geweint.

Emotionen machen das Lesen aus – machen es zu einem Erlebnis. Ein gutes Buch ist, wenn der Leser mitgelacht, mitgeweint, mitgefiebert hat. Solche Emotionen kann ich von meinem Leser nur erwarten bzw. erhoffen, wenn ich sie selbst auch gefühlt hab.

Besonders liebe ich die Augenblicke, wenn man komplett in seiner Geschichte drin ist. Wenn man so vertieft ist, dass die Musik nur noch ein Hintergrundgedudel ist und man nicht mehr aufschaut. Dann packt mich immer eine Euphorie, eine Leidenschaft, die wahrscheinlich mit einem Sieg der olympischen Spiele vergleichbar ist. Oder so ähnlich 😀 

Warum hast du dich für die Genres deiner Bücher entschieden? Zu Welchem Genre zählst du deine 3 Bücher?

Antwort: Ich habe eine Story im Kopf, und weiß dann ja schon, in welche Richtung es gehen soll. Wenn ich über Hexen schreiben will, ist es logischerweise im Fantasy-Genre. Wenn ich Thriller-Elemente verwenden will, aber in einer bestimmten Zielgruppe bleiben will, schreibe ich einen Jugendthriller.

„Aufbruch nach Sempera“ ist ganz klar Fantasy. Ob nun High-Fantasy oder Contemporary-Fantasy – darüber lässt sich am Ende streiten. Ich habe mir da nie groß Gedanken gemacht. Die Welt, in der die Geschichte spielt, war ja schon ausgedacht, und ich wollte mit dem dritten großen Land beginnen, welches nun einmal Sempera war. Also brauchte ich eine Spezies, die dort angesiedelt ist. Am Ende wurden es Gestaltwandler 😀

Wie lange hast du an dem ersten Buch gearbeitet und fiel es dir leicht, danach etwas 51Qu6Kse9LL._AC_US327_QL65_Neues zu schreiben? Kamen die Ideen schnell und fließend und was inspiriert dich, hast du eine Muse, Lieblingsorte, Lieblingsmusik?

Antwort: Band 1 (Aufbruch nach Sempera)  hab ich gut und gerne in knapp 8 Wochen geschafft. Das betrifft jetzt die reine Schreibzeit. Vor- und Nachplanung sind da noch nicht mit eingeschlossen.

Ich finde es immer schwierig, diese Frage zu beantworten. Für mich stellt sich nicht die Frage, ob es mir leicht oder schwer fällt, die Geschichte zu schreiben. Es ist ja auch in Stück weit meine Arbeit. Schreibe ich nicht weiter, kann ich nicht veröffentlichen und bekomme kein Geld – mal ganz salopp ausgedrückt. Es gibt Tage, da geht es leichter als an anderen. Aber das ist auch oft den Szenen geschuldet, an denen ich gerade sitze. Manche Stellen sind auch für mich blöd, müssen aber rein, weil die Geschichte nur so vorankommt.

Inspiriert werde ich oft von Musik, aber größtenteils auch von der Geschichte selbst. Ich weiß ja, in welche Richtung ich gehen will, was die Protagonisten alles noch erleben werden. Wenn die Geschichte es nicht schafft, meine Muse zu sein, wieso sollte ich sie dann überhaupt schreiben? 😉

Ist dein Buch ein Einteiler oder folgen noch weitere Bücher?

41y8RNvlcfL._AC_US327_QL65_Antwort: Mehrteiler. (Sonst dürfte ich wahrscheinlich auch mit Todesmails von meinen Lesern rechnen :D)

Wie aufgeregt warst oder bist du vielleicht sogar noch, dass dein Buch erschienen ist?

Antwort: Ähm, MEGA! „Aufbruch nach Sempera“ war ja schon im Selbstverlag veröffentlicht, und eigentlich dachte ich, ich könnte mich ganz entspannt zurücklehnen.

Pustekuchen! Ich bin so aufgeregt wie ein kleines Kind kurz vor Weihnachten, wenn es die Eltern dabei beobachtet, wie sie den Tannenbaum aufstellen.

Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher? Was gibt dir die Kraft, zu schreiben, und wem bist du sehr dankbar für seine Unterstützung?

Antwort: Puh, die Ideen … ich dachte, Gestaltwandler wären doch mal ganz cool xD

Ich schreibe, weil es für mich wie atmen ist. Ohne geht nicht. Schreibe ich nicht, geht es mir schlecht. Wenn du etwas mit solcher Leidenschaft tust, dann kommt die Kraft aus dir selbst heraus. Das hat dann nichts mit einem möglichen Erfolg oder einem Flop zu tun. Das Geld ist dabei total unwichtig. Was zählt, bin ich, und meine Geschichte. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern wie es war, nicht zu schreiben. Was hab ich bloß den ganzen Tag gemacht? XD

Ich habe aber auch das Glück, von meiner Familie und meinen Freunden unterstützt zu werden. Ich habe nie zu hören gekriegt, dass das, was ich tue, doch schwachsinnig sei. Das ist ein großes Glück, wie ich finde.

Kommen dir die Ideen beim Schreiben, oder hast du immer einen Notizblock oder etwas anderes dabei?

Antwort: Ich setze auf Vorplanung. Jede Geschichte wird bei mir komplett durchgeplant und bekommt dafür ihr eigenes Notizbuch. Manchmal merke ich dann beim Schreiben aber, dass es in eine ganz andere Richtung geht, und werfe das bereits Geplante auch gerne mal über Bord 😀

Welche Erwartungen hast du noch an deine Bücher und uns, deine Fans?

Antwort: Ich erwarte nicht viel. Von meinen Lesern sowieso nichts, aber von meinen Geschichten, dass sie authentisch bleiben. Nichts finde ich schlimmer als ein dahin geklatschtes Werk, dem die wichtigste Essenz fehlt: Leidenschaft.

Hast du neben dem Schreiben andere Hobbys oder Dinge die du gerne machst?41KGJHL-x+L._AC_US327_QL65_

Antwort: Freunde treffen. Soziales Leben. Das ist mein Hobby daneben. Mehr schaffe ich zeitlich gar nicht xD

Oh, warte. Ich gucke leidenschaftlich gern Serien 😀

Wirst du dein Buch auf Messen vorstellen?

Antwort: Ich bin offen für alles, was noch auf mich zukommt 😀

Frage: Wie reagierst du auf Kritik? Sowohl auf positive als auch auf negative.

Antwort: Ich schaue sie mir an und gucke, was genau ich aus dieser Kritik mitnehmen kann. Wenn mein Schreibstil kritisiert wird, kann ich nicht viel machen – das bin ich und den einen gefällt er, den anderen nicht. Wenn die Story kritisiert wird, ist es dasselbe. Nicht jedem kann alles gefallen. Aber wenn zum Beispiel eine bestimmte Szene kritisiert wird oder die Handlung eines Charakters, kann ich mir die betroffene Stelle noch einmal ansehen und schauen, was genau ich vielleicht verbessern kann. Das erfordert natürlich ein hohes Maß an Selbstreflexion.

Und positive Kritik ist natürlich immer gut fürs Ego 😀 Nein, Spaß. Es zeigt mir vor allem, dass ich mit der Geschichte richtig lag. Dass ich damit Menschen erreichen konnte, und ganz ehrlich, das ist so viel mehr Wert als einer, der sich drüber aufregt.

Mein Bruder hat mal gesagt: „Eine Geschichte ist dann erfolgreich, wenn du einem Leser genau das erzählen konntest, was du Wort für Wort sagen wolltest.“

Schreibst du noch unter anderen Namen?

Antwort: Nein.

Was ist das schönste das du bisher in deinem Autorendasein erlebt hast?

Antwort: Letztens war ich auf einem Konzert meiner Lieblingsband. Es gab ein Meet & Greet, war richtig cool. Da wurde den Künstlern genau dieselbe Frage, nur auf ihr Tourleben bezogen, gestellt.

Und sie konnten diese Frage nicht wirklich beantworten.

Jetzt verstehe ich, warum 😀

Irgendwie ist alles schön. Das Schreiben an sich, aber auch die Interaktionen mit den Lesern. Was ich auch liebe, ist das Vernetzen mit anderen Künstlern. Ob man mit anderen Autoren am Tisch sitzt, oder mit Sängern oder Malern … Das ist dabei ganz egal. Künstler sind eine Menschengruppe für sich. Gespräche, die ich da führen kann, kann ich mit meinen Freunden nicht führen.

Sind noch andere Bücher, Einzelbände oder eine komplett neue Geschichte in Planung?  Werden wir noch mehr von dir zu sehen bekommen?

Antwort: Ja, natürlich. In Planung ist immer was. Nach der Veröffentlichung ist vor der Veröffentlichung, und so weiter. Wo genau die Bücher erscheinen, kann ich an dieser Stelle aber natürlich noch nicht sagen.

Erzähl uns doch noch ein bisschen über dich! Was gibt es noch interessantes über dich zu wissen, was wir noch nicht ausgefragt haben?

Antwort: Ich bin langweilig 😀

Nein, Spaß. Aber ich wüsste ehrlich gesagt nicht, was ich hier noch rein schreiben soll.

Ich esse lieber Fleisch als Käse auf mein Brot. Und ich liebe Tee. Oh, und Musik! Kaum etwas passiert in meinem Leben ohne Musik 😀

 

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Ein Gedanke zu „Bloggeburtstag! Vorstellung von Tatjana Zanot

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