Der Amrûn Verlag beim Bloggeburtstag! Interview mit Janika Hoffmann

91kfIaFbqZL._UX250_Hallo Janika! Wie schön, dass du hier bist! Ich freue mich sehr, dich hier während meines Bloggeburtstages begrüßen zu dürfen! 🙂
Bitte stelle dich doch einmal kurz vor!#

Antwort: Hallihallo! Mein Name ist Janika Hoffmann, ich bin 21 Jahre alt und wohne eigentlich in Hamburg, auch wenn ich gerade praktikumsbedingt für ein paar Monate nach München umgesiedelt bin.

Ja, was kann ich zu mir sagen … ich bin eine Leseratte, große Tierfreundin, sehr verrücktes Huhn, Naschkatze und Serienjunkie. Außerdem chronisch übernächtigt und immer am Herumwuseln, ob nun im Studium, im Praktikum oder auf Conventions. Oh, und fast vergessen, weil es ja eigentlich offensichtlich ist: Ich bin Autorin! Fantasy-Autorin, um genau zu sein. 😉

Gab es einen Anlass der dich zum Schreiben geführt hat und kannst du uns erklären wieso du dich für das Schreiben entschieden hast?

Antwort: Ich war damals 12 Jahre alt und habe ein Drachenbuch nach dem anderen verschlungen. Irgendwann reichte das Taschengeld aber nicht mehr für neue Bücher, ausleihen war so gar nicht mein Ding, die Bücher im Regal hatte ich gefühlt alle gerade zum x-ten Mal gelesen … da dachte ich mir, ich schreibe mir einfach selbst eine Geschichte. Das war letztendlich nicht so einfach, wie ich mir damals dachte, aber ich habe dafür einen sehr wichtigen Teil meines Lebens gefunden.

5197zdxZPHL._AC_US327_QL65_Hast du noch einen anderen Job neben dem Autorendasein und wann schreibst du? Gibt es feste Schreibtermine oder spontan, wie es gerade passt?

Antwort: Aktuell studiere ich noch und starte im Oktober in mein finales Semester. Hierzu absolviere ich gerade ein Praktikum im Hörspiel-Bereich. Außerdem verdiene ich meinen Lebensunterhalt mit Lektorats- und Texteraufträgen.

Ich versuche täglich zu schreiben, aber manchmal kommen Termine oder Stress einfach dazwischen. Grundsätzlich schreibe ich dann, wenn ich die Zeit dazu habe, meistens aber abends oder nachts. Da bin ich am kreativsten und habe die Ruhe zum Arbeiten.

Hast du eine Muse oder etwas das dich motiviert zu schreiben und woher nimmst du die Ideen für deine Bücher? Was gibt dir die Kraft, zu schreiben, und wem bist du sehr dankbar für seine Unterstützung?

Antwort: Ich nenne meine beiden Rosenboas oft scherzhaft meine geschuppten Musen, tatsächlich kommen die Ideen aber meist von ganz allein zu mir. Und das teils in einer Anzahl, dass ich niemals all diese Geschichten werde schreiben können! Wenn an einem bestimmten Projekt dann ein Teilaspekt fehlt, brainstorme ich gerne mit Kollegen. Letztere geben mir auch mit ihrer Gesellschaft und ihren Tipps viel Kraft, genau wie begeisterte Leser, die ich online und auf Veranstaltungen treffe. 🙂

Kommen dir die Ideen beim schreiben, oder hast du immer einen Notizblock oder etwas anderes dabei?

Antwort: Ein Notizbuch habe ich fast überall dabei, ja. Dazu die Notizen-App in meinem Handy, die automatisch in die Dropbox synchronisiert. Sehr praktisch, zumal ich meine Handschrift dann später nicht entziffern muss …

Ich lasse mich aber auch gerne beim Schreiben von neuen Ideen überraschen, im Flow entstehen meist die besten Szenen.

Kannst du uns erklären was du beim Schreiben fühlst? Ob bei traurigen, lustigen oder spannenden Szenen? Gibt es Rituale die du beim schreiben befolgst?

Antwort: Ich versuche mich immer richtig tief in meine Figuren und die Szenen hineinzuversetzen. Das kann problematisch sein, wenn ich nicht alleine bin … bei traurigen Szenen weine ich zum Beispiel manchmal mit, oder kneife bei Kampfszenen selbst gequält die Augen zusammen. Versuch das mal „Unwissenden“ zu erklären … 😉

Richtige Rituale habe ich nicht, zumindest nicht dauerhaft, aber ich schreibe gerne in virtueller Gesellschaft. Einige Kollegen und ich arbeiten dann alle zeitgleich und geben dann und wann durch, wie wir vorankommen. Das finde ich sehr motivierend.

Zu Welchem Genre zählst du dein Buch / deine  Bücher? Wie bist du auf genau dieses Genre gekommen?

Antwort: Grundsätzlich schreibe ich im gesamten Bereich der Fantasy. Meine aktuelle Trilogie ist High Fantasy. Für meine erste Drachengeschichte war das einfach ein naheliegendes Setting. Man kann sich in „seiner“ Welt so wunderbar austoben.

51mHrwk66dL._AC_US327_QL65_Wer macht deine Cover? Gestaltest du sie selbst oder überlässt du dies einem Mediengestalter? Wenn du könntest: von wem würdest du dir ein Cover wünschen?

Antwort: Um Gottes Willen, ein Cover von mir würde keiner in die Hand nehmen wollen, fürchte ich! 😉 Meine Drachenkralle-Cover samt Innenillustrationen stammen von der wundervollen Clara Vath. Ich könnte mir keine bessere Coverdesignerin wünschen.

Alexander Kopainski und Marie Graßhoff sind als Designer aktuell ja sehr beliebt. Ich habe tatsächlich zwei Manuskripte in der Schublade, für die ihr Stil gut passen würde. Aber grundsätzlich gibt es noch viele weitere talentierte Coverdesigner, da will ich mich gar nicht festlegen.

Wie lange hast du an deinem ersten Buch gearbeitet und fiel es dir leicht, danach etwas Neues oder weiter zu schreiben?

Antwort: Die Rohfassung von „Die Klaue des Morero“ hat mich eineinhalb Jahre gekostet, dazu kam dann nochmal etwa die gleiche Zeit zum Überarbeiten. Die Neufassung, die jetzt erschienen ist, hat zusätzliche vier Monate Arbeitszeit plus einige Zeit für das Lektorat benötigt. Mittlerweile kommt da also ganz schön viel Arbeitszeit zusammen, aber das war es definitiv wert!

Damals habe ich mit Band 2 weitergemacht, von daher war ich in der Geschichte schon drin. Allgemein brauche ich bei neuen Projekten oft 20-30 Seiten, um richtig in die Erzählstimme reinzukommen, aber danach habe ich viel Spaß.

Sind deine Bücher Einteiler oder folgen noch weitere Bücher? Ist grade etwas in Arbeit oder Planung?

Antwort: Mein aktueller Roman „Die Klaue des Morero“ ist der Auftakt einer Trilogie. Band 2 folgt in wenigen Monaten, Band 3 nächstes Jahr. In Vorbereitung habe ich verschiedene Manuskripte, sowohl Mehrteiler als auch einzelne Geschichten. Aktuell überarbeite ich Band 2 der Trilogie, bin mit der Planung zu Band 3 fast fertig und plotte außerdem an einem anderen Projekt, das mir im Kopf herumschwirrt.

Wie aufgeregt warst du bei deiner ersten Veröffentlichung?

Antwort: Extrem aufgeregt! Ich war damals erst 17 und noch dazu das erste Mal auf der Leipziger Buchmesse. Da liefen so namhafte Kollegen herum, dass ich dachte, zwischen ihnen niemals wahrgenommen zu werden! Nachdem eine Bloggerin mein Buch beim Auspacken der ersten Exemplare aber sofort erkannt hatte und ich in der Fantasy-Halle ein total lockeres Gespräch mit Kai Meyer hatte, war meine Sorge unwichtig. 🙂

Welche Erwartungen hast du noch an deine Bücher und uns, deine Fans?

Antwort: Von meinen Büchern erhoffe ich mir, dass sie immer in der Lage sein werden, mich beim Schreiben und die Leser beim Lesen zu begeistern und für eine Weile aus der Realität zu entführen. Erwartungen an die Fans … ich bin da gar nicht in der Position, etwas zu fordern. Aber ich würde mich riesig freuen, weiter so treue und begeisterte Fans auf meiner Facebook-Seite und auf Conventions treffen zu können!

Wirst du dein Buch auf Messen vorstellen?

Antwort: Absolut! Für dieses Jahr sind noch einige Conventions geplant, zum Beispiel die FeenCon, FaRK, Phantastika, BuCon, Buch Berlin, … mir macht es sehr viel Spaß, auf Conventions auszustellen oder auf größeren Messen zu lesen, von daher versuche ich so viele Gelegenheiten wie möglich „mitzunehmen“.

Wie reagierst du auf Kritik? Sowohl auf positive als auch auf negative.

Antwort: Kritik ist etwas, durch das ich mich verbessern kann. Daher freue ich mich über jede Rückmeldung, solange sie nicht beleidigend oder abwertend formuliert ist. Wenn viel negatives Feedback kommt, ist das aber natürlich hart. Oft ziehe ich mich dann zwei oder drei Tage zurück und knabbere daran, bis ich den Abstand habe, um mir das Ganze noch einmal anzusehen und dann meist auch hilfreiche Punkte daran zu entdecken.

Was ist das schönste das du bisher in deinem Autorendasein erlebt hast?

Antwort: Puhh, das ist schwer zu sagen, es gab so viele schöne Erlebnisse! Eine schöne Begebenheit kann ich aber auf jeden Fall nennen: Vor einigen Jahren war ich privat als Zuschauerin bei einer Veranstaltung, die mit dem Schreiben rein gar nichts zu tun hatte. Plötzlich stand ein kleiner Junge neben mir, guckte mich mit großen Augen an und meinte: „Du bist Janika Hoffmann!“ Er hatte mein Buch gelesen und war total begeistert, mich zu treffen. Das war soo niedlich!

Erzähl uns doch noch ein bisschen über dich! Was gibt es noch interessantes über dich zu wissen, was wir noch nicht ausgefragt haben?

Antwort: Ihr habt es vielleicht oben schon gemerkt, ich kann mich nicht gut selbst vorstellen. 😉 Aber was vielleicht noch interessant sein könnte: Ich weiß nicht, was Heimweh ist. Fernweh kenne ich dafür umso besser. Ich bin eine Weltenbummlerin und werde unruhig, wenn ich dauerhaft an einem Fleck bleibe. Außerdem betrachte ich Cape Town in Südafrika und Sydney in Australien ebenso als meine Heimat wie Hamburg und werde regelmäßig von Sehnsuchtswellen nach beiden Städten überrollt. Vielleicht schreibe ich deshalb so gern über ferne oder fremde Welten. 😉

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