Julia Dessalles – Autorenvorstellung vom 11.08.2015

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Dr. med. Julia Dessalles, geb. 1981.

Brotjob: Ärztin auf einer Kinderintensivstation, seit der Geburt meines Sohnes widme ich mich aber ausschließlich ihm und dem Schreiben.

Mit meinen 3 internationalen Männern (französischer Mann, deutsch-französisches Kind und Islandpferd Pittur) wohne ich an der französischen Grenze.

Bisherige Bücher:
Mein Debütroman Funkenschlag aus der RUBINSPLITTER-Reihe erscheint als Ebook im August 2015 und bald darauf auch als Printversion (Eigenverlag)
UPDATE Das Buch ist mittlerweile im Drachenmond Verlag erschienen

Klappentext:
Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, was du bist. (N. Maciavelli)

Das Überleben einer magischen Welt voll ungezügelter Phantasie liegt in Rubys Hand.
Ausgerechnet sie, Miss Unsichtbar, soll die Prinzessin aus der Prophezeiung sein und die finstere Thyra vernichten.
Wäre da nicht Rockstar Kai mit seinen verdammten Kusslippen, hätte sie längst aufgegeben. Doch auf einmal überschlagen sich die fürchterlichen Ereignisse und die Rettung Salvyas wird zu Rubys Herzensangelegenheit. Wird es ihr gelingen, den Funken zu zünden, der Salvyas Schicksal besiegelt?

Das Buch hat 406 Seiten.

 

Frage: Die meisten unbekannten Autoren scheinen einen Brotjob zu haben und dann teilweise auch noch Kinder. Da fragen wir uns: wann wird geschrieben? In jeder möglichen freien Minute? Am Wochenende für ein paar Stunden? Gibt es feste Schreibtermine oder spontan, wie es gerade passt?

Antwort: Gute Frage. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich während meiner Zeit als Intensivärztin überhaupt zu irgendetwas anderem als arbeiten kam. Ich hatte ja oft keine Zeit zu essen, geschweige denn, eine Geschichte zu schreiben. Aber ich glaube, mit Rubinsplitter ist es so eine Sache, die Story schwelt schon so lange in mir, die MUSS einfach raus. Also jede freie Minute. Mittlerweile schreibe ich vorwiegend Abends oder wenn mein Sohn Siesta macht oder bei der Tagesmutter ist. Ich sehe das als meinen momentanen Beruf an und bin auch sehr konsequent. Das ist sowieso einer meiner ausgeprägteren Charakterzüge, ich bin unheimlich dickköpfig, also muss das Ding geschrieben werden, schlafen kann ich später

 

Frage: Warum hast du etwas im Genre Jugendfantasy geschrieben und nichts in einem anderen Genre? Was gefällt dir an dem Genre?

Antwort: Ich war schon als kleines Kind ein Bücherwurm und mein Vater trug mit seinen kreativen, selbsterfundenen Gute-Nacht-Geschichten von Tilla der Urwaldkönigin, die einen Löwen als Kopfkissen hatte, zu meiner phantastischen Vorliebe bei. Ich lese das Genre selbst bevorzugt und finde es herrlich, meiner Kreativität freien Lauf lassen zu können (auch wenn das meine arme Lektorin oft in den Wahnsinn treibt 😉 )

 

Frage: Wie lange hast du an deinem ersten Buch gearbeitet? Kamen die Ideen fließend und was inspiriert dich, hast du eine Muse, wenn ja, wer oder was ist es?

Antwort: Ich habe ein halbes Leben an diesem ersten Band gearbeitet, obwohl ich ja nahezu wahnhaft schreibe (schnell und ungezügelt). Davor habe ich auch schon Geschichten erfunden und geschrieben, aber nie ernsthaft. Plötzlich kam mir die Idee von diesen bunthaarigen Jungs und einer Welt, die allein mit Phantasie und Gedankenkraft gesteuert wird. Meine Schwester bekam das irgendwie in die Finger und hat mich gezwungen, weiter zu schreiben. Auch später, als der Band zwischenzeitlich 640 Seiten dick war und kein Ende in Sicht hat sie immer an mich geglaubt, also, wenn man so will, ist meine Schwester meine Muse. Richtig professionell wurde das Schreiben erst, als ich meine Lektorin Claudia Winter fand, die mit mir dieses viel zu fette Kamel rückwärts durch das Nadelöhr geprügelt hat. Und jetzt ist es wirklich ein Buch! Unglaublich!

Frage: Kommen dir die Ideen beim schreiben, oder hast du immer einen Notizblock oder etwas anderes dabei?

Antwort: Aufgrund meiner früher etwas planlosen Art zu schreiben, ist meine Geschichte aus dem Ruder gelaufen, eben weil ich während des Schreibens einen und dann noch einen … und dann noch den nächsten Einfall hatte. Das machte alles etwas atemlos, wie „ein Ereignis jagt das nächste“. Seitdem ich das Ganze professioneller angehe, das heißt, im Vorfeld anständig plotten, ein Exposé erstellen, die Geschichte gliedern usw, fallen mir zwar immer noch Dinge beim Schreiben ein, aber es wird kontrollierter verarbeitet. Ich habe ein Notizbüchlein (das auch unbedingt hübsch sein muss ich stehe total auf solchen Papier-Flitter) und ich nehme Memos im Handy auf, wenn mir unterwegs eine Idee kommt, aber meistens vergesse ich, das nochmal durchzulesen/abzuhören.

Frage: Ist das Buch „Rubinsplitter – Funkenschlag“ ein Einteiler oder folgen noch weitere Bücher?

Antwort: Ursprünglich hatte ich eine Trilogie geplant, aber beim Schreiben des 2. Bandes stelle ich mehr und mehr fest, dass ich mich nicht so einschränken will. Die Geschichte gibt noch so viel her. Im Moment ist also eine Reihe von 4 Bänden geplant.

Frage: Wie aufgeregt bist du, dass dein Buch bald veröffentlicht wird?

Antwort: GRMBLFZZZSPLSHHHRXXXAH HHHWOWOWOWKRAWALLUNDREMMIDEMMI!!!Ungefähr so.

 

Frage: Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher? Was gibt dir die Kraft, zu schreiben, und wem bist du sehr dankbar für seine Unterstützung?

Antwort: Ideen kommen von überall her, weil mein Kopf eigentlich ständig im Kreativmodus ist. Sei es beim Autofahren (ja, ich weiß …), wo der Hinterreifen eines Wagens Blätter aufwirbelt und ich mir vorstelle, ich würde hineinfahren und einfach verschwinden, oder ein Wortspiel, das mich zum Lachen bringt. Die meisten Ideen kommen mir mitten in der Nacht und am nächsten Tag verstehe ich dann nicht mehr, was dieses schlaftrunkene Gekritzel auf dem Schokoladenpapier neben meinem Bett soll.

Ich bin vor allem meinem Sohn dankbar, dass er so begeistert über Spaghetti sein kann, dass er gerne und ausgiebig Siesta macht und dass er es nicht seltsam findet, wenn ich ihm und mir laut Texte vorlese. Natürlich auch meinem Mann, weil er mir die Chance gibt, das zu tun, was ich liebe. Und meiner Familie, meinen Eltern, weil sie meine Texte mit Argusaugen korrigieren (Lehrer!) und meiner Schwester für eigentlich alles. Für sie selbst, vor allem.

Frage: Welche Erwartungen hast du an das Buch und uns, deine Fans?

Antwort: Dass es euch Spaß macht! Dass ihr die Jungs und Ruby ebenso ins Herz schließt wie ich und dass ihr wissen wollt, wie es mit der Drachengang weitergeht 😉 Das wäre wundervoll.

Frage: Hast du neben dem Schreiben andere Hobbys oder Dinge die du gerne machst?

Antwort: Ich weiß, wie komisch sich das anhört, aber ich war unheimlich gerne Ärztin und finde die Arbeit mit den Minis ganz toll. Mein Sohn ist auch eine wundervolle Bereicherung in meinem Leben. Ich liebe Musik, singe und spiele Klavier und ein bisschen Gitarre. Mein Islandpferd Pittur kommt manchmal etwas zu kurz, aber er gehört zur Familie und findet es, glaube ich, nicht so schlimm, auf der Weide zu spielen. Ansonsten bin ich an sich ein sportlicher Mensch (voltigieren, turnen, tanzen, snowboarding), ich bin sehr gern draußen und ich male und zeichne viel. Und lesen natürlich! LESEN!!!

Frage: Wirst du dein Buch auf Messen vorstellen? Frankfurter Buchmesse evtl.?

Antwort: Ich habe fest vor, die FBM heimzusuchen und mich mit so vielen netten Leuten wie möglich zu treffen! Das wird so super, Leute! Kommt!! Kommt alle!!!

Frage: Sind noch andere Bücher, Einzelbände oder eine komplett neue Geschichte in Planung? Werden wir noch mehr von dir zu sehen bekommen?

Antwort: RUBINSPLITTER Bd II ist aktuell in Produktion. Ansonsten habe ich konkrete Ideen zu anderen Fantasyromanen und ich spiele mit dem Gedanken, zwischendurch auch ein wenig genrefremd zu veröffentlichen, da habe ich schon die ein oder andere Story in der Schublade. Z.B. einen Jugend-Medizin-Thriller oder gar eine Chicklit-Romance.

Frage: Wie reagierst du auf Kritik? Sowohl auf positive als auch auf negative.


Antwort:
Kritik ist für mich, wie für jeden ehrlichen Menschen, schwer verdaulich. Aber ich habe gelernt, sie, sofern sie konstruktiv ist, anzunehmen, eine Nacht darüber zu schlafen und dann nochmal durchzugehen. Ist es einfach nur Geschmackssache? Deutete es auf eine Schwachstelle im Plot hin? Es kommt immer ein wenig darauf an, wie die Kritik formuliert wird, und von wem sie kommt, aber ich versuche sie zu schätzen und anzunehmen. Positive Kritik versetzt mich natürlich in pure Euphorie

Frage: Erzähl uns doch noch ein bisschen über dich! Was gibt es noch interessantes über dich zu wissen, was wir noch nicht ausgefragt haben?
Antwort: Gibt es da noch etwas? Ich bin ja so ein wahnsinniger Plappersack, das sprudelt einfach immer alles so aus mir heraus. 😀 Also, ich bin ziemlich quirlig und nervig und rede sehr schnell (auf französisch, mit meinem Mann übrigens noch schneller, als auf deutsch, ja ehrlich, man meint, ich hätte Kiemen!) Ich bin leider etwas unfallträchtig, aber ich kann auch über mich lachen und erzähle mit Vorliebe von meinen Missgeschicken. Ich lache gerne laut und viel und bin generell eher der explosive Typ, wenn mich was aufregt, muss es heraus, dann ist es aber auch wieder vorbei. Kommt nicht immer gut. Egal.

Ich habe Medizin in Würzburg, Limoges, Toulouse und Bordeaux studiert und habe gefühlt die Hälfte meines Lebens auf Korsika, meiner Heimat im Herzen, verbracht.

Ich könnte Euch von meiner wilden Jugend als Sängerin in einer Rockband oder Bartender an einer korsischen Strandbar erzählen, oder vom unaussprechlichen Titel meiner medizinischen Dissertation, aber wer will das schon wissen?

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